Keniaprojekt

Mit dem Sommersemester 2006 wurde am BRG Traun von den ReligionslehrerInnen unsere Schule ein Keniaprojekt gestartet.

Intention des Projektes ist, kenianischen Jugendlichen eine fundierte Schulausbildung (primary school, Gymnasium und Studium) zu finanzieren. In Kenia ist der Besuch der primary school zwar gratis, aber die öffentlichen Schulen sind schlecht, sodass nur der Besuch einer Privatschule mit Internat die Chancen auf eine gute Ausbildung erhöht.

 

Drei Dinge sind uns ReligionslehrerInnen bei unserem Projekt sehr wichtig:

    Bei unserer Hilfsaktion soll es sich nicht um einen reinen Spendenaufruf handeln, sondern unsere SchülerInnen sollen durch konkretes Tun finanzielle Mittel erarbeiten, die wir dann den Kindern aus Afrika zukommen lassen können. Durch dieses Tun erhofften wir uns eine größere Verbundenheit mit den Patenkindern.

    Wir wollten ausgehend vom Teufelskreis der Armut das erarbeitete Geld so investieren, dass langfristige und sinnvolle Hilfe möglich wird. Diesbezüglich lernen wir unseren SchülerInnen zwei Wege: Entweder die reichen Länder honorieren die Arbeit der armen Länder mehr (Transfairprodukte,..) oder sie ermöglichen eine fundierte Ausbildung, damit die Jugendlichen aus dem Teufelskreis der Armut aussteigen können. Unser Schulprojekt verfolgt den zweiten Weg.

    Zusätzlich ist uns noch wichtig, dass unsere SchülerInnen auch die schönen Seiten des afrikanischen Kontinents kennen lernen. Dieses Ziel wollen wir durch afrikanische Gäste und kulturelle Veranstaltungen erreichen.

 

Die wichtigsten Kontaktpersonen für dieses Projekt waren ein Jahrzehnt lang Herr Teufel Reinhard - ehemaliger Religionslehrer an unserer Schule - und seine Ehefrau Phelly. Sie ist gebürtige Kenianerin und kann dadurch für die reibungslose Übergabe des Geldes vor Ort garantieren. Im Frühjahr 2015 besuchte auch ich das Projekt. Die dort gemachten Erfahrungen und geführten Gespräche überzeugten mich von der Sinnhaftigkeit unserer Hilfe.

Seit dem Jahr 2018 arbeiten wir auch mit einer anderen Hilfsorganisation zusammen: Der Verein Arbring meets Afrika (http://www.arbingmeetsafrica.at/) baut in Kenia eine Schule. Wir unterstützen den Verein dabei punktuell (Ankauf von Büchern, Finanzierung eines Klassenbaus) und versuchen die motiviertesten Kinder dieser Schule im Idealfall bis zum Universitätsabschluss finanziell zu begleiten.

Den Großteil unserer Spenden verdanken wir privaten Gönnern (Lehrern und Eltern) und vor allem dem Engagement der einzelnen Klassen, die mit ihren kreativen Projekten für Einnahmen sorgen.
Gemeinsam haben wir in den letzten Jahren durch unsere Hilfsaktionen (Konzerte, Autowaschaktion. Zeitungsverkauf, Buffets, Bastelmärkte, …) mittlerweile über 150.000€ erwirtschaftet, sodass wir in den zwölf Jahren über sechzig Jugendliche und Kinder finanziell unterstützen können. Jährlich benötigen wir dazu derzeit mehr als 12.000€.

Unsere Patenkinder sind nicht direkt vom Hungertod bedroht. Aber auch die Ärmsten der Armen werden jährlich von uns durch Spenden in der Höhe von 700 bis 1000€ für konkrete Projekte unterstützt:

    Im Jahr 2014 unterstützten wir eine somalische Asylantenfamilie im Mühlviertel.
    Im Jahr 2015 unterstützen wir ein Slumprojekt (Fußballschule) in Nairobi.
    Im Jahr 2016 unterstützen wir einen Schulbau in Kenia.
    Im Jahr 2017 unterstützen wir die Caritas (Hungersnot in der Sahelzone)

 

Projektleiter Machreich Michael Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Details zum Kenia-Projekt - vor allem zur Zusammenarbeit mit dem Verein "Arbing meets Africa" - können sie der folgenden Präsentation bzw. dem aktuellen Projektbericht entnehmen.